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BAR JEWEILS AB 19h, FILME AB 20h


300516

WIEN, DU STADT DER LIEDER

Richard Oswald; D 1930, D, 101' Beschrieb anzeigen
"Bei seiner ersten Tonfilmkomödie ging Regisseur und Produzent Richard Oswald ganz auf Nummer sicher und verpflichtete, was damals im komischen Fach Rang und Namen hatte. Die Geschichte kreist um ein Wiener Mädel (Charlotte Ander), das einen arbeitslosen Musiker (Igo Sym) liebt, dessen Vater (Sigi Hofer) es aber viel lieber mit einem Fleischermeister (Max Hansen) verheiraten will. Die darauf aufbauende Handlung ist vor allem ein Aufhänger für alle möglichen Nummern und Szenen, in denen die Schauspieler ihrem Wortwitz und ihrer Körperkomik freien Lauf lassen dürfen. Langeweile kommt nicht auf, auch weil mit Paul Graetz ein schnoddriger Berliner der Wienseligkeit in den Liedern wirksam Paroli bietet.

Mit Hilfe dieser Rezeptur gelang Oswald ein großer Publikumserfolg, bei dem er bei aller Musik und grotesken Tanzeinlagen auch auf eine visuell ansprechende Inszenierung Wert legte, die Kamera stets in Bewegung hielt und sogar Raum ließ für Selbstironie. „Er fängt sehr lustig an: Max Ehrlich erscheint im Bild und plaudert von dem kommenden Film, Paul Morgan kommt dazu, es entspinnt sich ein Wortwechsel, der damit endet, daß beide das Personenverzeichnis des Stücks aufsagen. (...) Was der Regisseur Richard Oswald hier bringt, ist eine Tonfilmposse. Etwas zum Lachen. Vollgepfropft mit allerlei Situationskomik, erfüllt von ulkigen Einfällen und Späßen. Humoristische Unterhaltung.“ (Deutsche Allgemeine Zeitung, 5.4.1930). (ps)"

(Deutsches Historisches Museum)
010616

VIVRE SA VIE

Jean-Luc Godard; F 1962, F/d, 83' Beschrieb anzeigen

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In zwölf Kapiteln erzählt Godard die Passion der Nana S. im Paris der 60er Jahre. 1962 galt dieser Essay als radikaler Bruch mit dem klassischen Erzählkino. "Die häufige Diskrepanz zwischen Bild und Ton sowie das scheinbar willkürliche Nebeneinander gegensätzlicher Stilmittel halten den Zuseher auf Distanz und zwingen ihn, mitzudenken und mitzufühlen. Anna Karina wurde mit diesem Film zur Ikone der Nouvelle Vague." (Das Kino, Salzburger Kulturzentrum)

Einführung: Bernhard Giger, Leiter Kornhausforum, Bern
*am 24. und 29.5. im Kino Rex
050616

LICHTSPIEL-SONNTAG NR. 824

Kurzfilmprogramm Beschrieb anzeigen
Überraschungsprogramm aus dem Lichtspiel-Archiv.
120616

LICHTSPIEL-SONNTAG NR. 825

Kurzfilmprogramm Beschrieb anzeigen
Überraschungsprogramm aus dem Lichtspiel-Archiv.
150616

CLÉO DE 5 À 7

Agnès Varda; F 1961, F/e, 89' Beschrieb anzeigen

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Zwei Stunden können lang sein. Etwa dann, wenn sie mit allerhand Alltag ausgefüllt werden müssen, um das Warten auf eine ärztliche Diagnose zu überbrücken. Die Chansonnière Cléo verbringt ihre Zeit zwischen fünf und sieben Uhr so. Sie lässt sich treiben. Weg vom Blick einer Wahrsagerin an einem Hutgeschäft vorbei in die Arme ihres Liebhabers – und wieder weiter. In diesem Klassiker der Nouvelle Vague wird das Warten auseinanderbuchstabiert. Dadurch wird es zur Hauptsache.

Einführung: David Fonjallaz, Filmproduzent und Filmemacher, Bern

*am 7. und 12.6. im Kino Rex
170616

DOMINO EFFECT

E. Niewiera / P. Rosolowski; D/Pol 2014, OV/d, 72' Beschrieb anzeigen

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Die russische Opernsängerin Natascha hängt ihre Karriere an den Nagel und zieht zu Rafael, ihrer grossen Liebe ins kaukasische Abchasien. Doch Rafael ist es viel zu ruhig in Abchasien. Als Sportminister des Kleinstaats setzt er sich mit bewundernswerter Entschlossenheit ein, Abchasien zu internationalem Prestige zu verhelfen. Angesichts grotesker Hindernisse wie Strompannen, talentloser Sportler oder herun-
tergekommener Prunkbauten entlang des Meeres eine wahrhafte Sisyphus-aufgabe. Da lädt Rafael kurzerhand zur Domino-Weltmeisterschaft ein.

In Anwesenheit von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski
180616

DIE MOSKAUER PROZESSE

Milo Rau; D/Ru 2014, OV/d, 84' Beschrieb anzeigen

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"Als im Sommer 2012 die Punk-Aktivistinnen von «Pussy Riot» für einen unangemeldeten Auftritt in der Moskauer Erlöserkathedrale zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurden, führte das zu Protestkundgebungen in der ganzen Welt. Doch es war nur der Endpunkt einer unterdessen zehnjährigen Reihe von Schauprozessen gegen Künstler und Dissidenten, mit denen das System Putin jeden demokratischen Wandel verhindert." (Konzerttheater Bern)

2012 reiste der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau nach Moskau, um diese drei 'politischen Schauprozesse' unter rechtsstaatlich möglichst korrekten Bedingungen noch einmal aufzurollen. Sein Dokumentarfilm dokumentiert die dreitägigen Gerichtsverhandlungen im Moskauer Sacharow-Zentrum und beleuchtet die politischen und historischen Hintergründe.

190616

LICHTSPIEL-SONNTAG NR. 826

Kurzfilmprogramm Beschrieb anzeigen
Überraschungsprogramm aus dem Lichtspiel-Archiv.
220616

12 TOURS

Georges Schwizgebel; 12 Kurzfilme Beschrieb anzeigen
Eine Karussel-Sequenz aus Georges Schwizgebels "78 tours" mag charakteristisch sein für sein Werk an Animationsfilmen: Immer schneller dreht das Spielzeug, die zeichnerischen Grenzen werden fliessender, die Farbflächen verschwimmen - und doch bleibt Bild für Bild und lädt ein zum Verweilen. Schwizgebels kurze Filme, an denen er zuweilen Jahre lang arbeite, sind im besten Sinne laufende Bilder, verspielt, verträumt und immer auch glasklar. Wir zeigen zwölf kurze und vor allem ganz grosse Filme.
260616

LICHTSPIEL-SONNTAG NR. 827

Kurzfilmprogramm Beschrieb anzeigen
Überraschungsprogramm aus dem Lichspiel-Archiv.
290616

SIAMO ITALIANI

Alexander J. Seiler; CH 1964, I/D/d, 79' Beschrieb anzeigen
Mehr als 500'000 Italiener und Italienerinnen lebten und arbeiteten anfangs der 60erJahre in der Schweiz - die boomende Wirtschaft brauchte ihre Arbeitskäfte. In ihrem Dokumentarfilm suchte der Regisseur die Begegnung mit den Einwanderern aus Süditalien, die in unwürdigen Wohnverhältnissen in der Schweiz lebten, hart arbeiteten, sozial ausgegrenzt wurden und unter der Hartherzigkeit der Einheimischen und der Bürokratie zu leiden hatten.

Einführung: Andreas Berger, Filmemacher, Bern

*am 21. und 26.6. im Kino Rex
300616

DISTRICT 9

Neill Blomcamp; USA/NZL/Kan/ Südafr., E/d, 112' Beschrieb anzeigen
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Ausserirdische landen unverhofft in Johannesburg - sie werden in einem Flüchtlingslager, dem District 9 untergebracht. Die Fremden werden von der Gesellschaft nicht akzeptiert und das Lager soll um 200km in die Einöde versetzt werden.

Der Film stellt einen direkten Bezug zur Apartheid im Südafrika der Siebzigerjahre her, gleichzeitig spiegelt er die beängstigenden Tendenzen im Umgang mit Fremden.

Einführung: Liliane Schaffner, Psychoanalyse am Werk
150916

ZERO THEOREM

Terri Gilliam; GB,/Rum/FUSA 2014, E/d, 107' Beschrieb anzeigen
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Dreissig Jahre nach "Brazil" liefert der geniale Visionär Terry Gilliams sozusagen eine aktualisierte Fort-
setzung seiner legendären Dystopie. In "The Zero Theorem" forscht ein exzentrisches Computergenie nach dem Sinn des Lebens.
"Der Film lotet die Möglichkeiten des Glücks in einer Welt aus, in der die Menschen für ihren Betrieb leben und Freizeit nur Fussnote eines sinnlosen Arbeitslebens geworden ist." (Der Spiegel)
Einführung: Liliane Schaffner,
Psychoanalyse am Werk
271016

SILBERWALD

Christine Repond; CH 2011, D, 85 Beschrieb anzeigen
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In einem friedlichen Dorf im Emmental leben der fünfzehnjährige Sascha und seine gleichaltrigen Freunde Patrick und Moni. Während seine Freunde eine Lehre absolvieren, bleibt Sascha oft allein, auf sich bezogen, in einer Welt, die ihn offenbar nicht will. Verunsichert und frustriert schliesst er sich einer Gruppe rechtsextremistischer Jugendlicher an, und aus einem zu Beginn harmlosen Spiel wird bald tödlicher Ernst.
Einführung: Maria Luisa Politta Loderer, Psychoanalytisches Seminar, Bern


241116

CONFIDENCES TROP INTIMES

Patrice Lecomte; Frankreich 2004, F/d, 104' Beschrieb anzeigen
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Weil sie sich in der Tür geirrt hat, vertraut Anna dem Steuerberater William Faber ihre Eheprobleme an. Ihre Not berührt und verwirrt ihn, und er wagt es nicht, ihr zu sagen, dass er kein Psychotherapeut ist. Im Laufe der weiteren Besuche stellt sich ein merkwürdiges Ritual ein. Die junge Frau wühlt William auf und fasziniert ihn: Wer ist diese Anna? Ist sie lediglich das Opfer eines Spiels?

Einführung: Daniela Tschacher, Sigmund-Freud-Zentrum Bern


081216

LE CHAT DU RABBIN

Joan Sfar; Frankreich 2011, F/d, 100' Beschrieb anzeigen
*Einladung zur besonderen Jubiläumsfeier von 10 Jahre CinemAnalyse

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Algerien in den 1920erJahren. Eine Katze, die sprechen kann, möchte ihre Bar-Mizwa feiern. Sie wird es nicht müde, den Rabbiner und die Grundsätze des Glaubens zu hinterfragen. Da taucht zudem ein russischer Künstler in einer Kiste mit religiösen Schriften auf. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem sagenhaften Jerusalem mitten in Schwarzafrika.

Einführung: Alexander Wildbolz, Sigmund-Freud-Zentrum Bern