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Laden sie hier das Sommerprogramm für Jul/Aug und hier das Programm Sep/Okt als PDF-Datei herunter.

BAR JEWEILS AB 19h, FILME AB 20h


280816

WOMEN IN JAZZ - 1935-52

Kurzfilme und Musikclips Beschrieb anzeigen
Der Filmesammler Theo Zwicky aus Zürich präsentiert Kurzfilme mit Frauen als Instrumentalistinnen, Sängerinnen, Tänzerinnen und in Vokal-Ensembles.
Wir freuen uns auf erstmalige und erneute Begegnungen mit Bekannten, Unbekannten und Verkannten, so mit Helen Humes und Ida James, Connie Haines und Taylor Maids, Sarah Vaughan und Ella Fitzgerald, so mit Sister Rosetta Tharpe, den 4 King Sisters, den Dinning Sisters und den Andrews Sisters, so mit den sensationellen Piano-Trios von Martha Davis und Hazel Scott, so mit den Frauenorchestern von Ina Ray Hutton und der Sängerin und Tänzerin Rita Rio. Weitere Tanzeinlagen vervollständigen das Bild. Und virtuose Begleitorchester tun, was sie am besten können, sie begleiten.

Wir laden Sie ein, mit uns Stimmen zu hören, die sich mal los machen und die mal schwesterlich zusammenfinden. Wir laden Sie ein zu einem Abend Frauenpower.
010916

DER PENDLER

Bernhard Giger; CH 1986, D, 99' Beschrieb anzeigen
Eine Geschichte über die Macht der Droge. Der Film erzählt von einem, der aus eigenem Verschulden zwischen die Welten - die gegen-kulturelle Szene auf der einen und die bürgerliche Gesellschaft auf der anderen Seite - gerät.

In Anwesenzeit des Regisseurs Bernhard Giger und von Thomas Sollberger, leitender Polizeibeamter der Kriminalabteilung der Berner Kantonspolizei

In Zusammenarbeit mit CinéBern.

In Anwesenzeit des Regisseurs Bernhard Giger und von Thomas Sollberger, leitender Kriminalbeamter der Kantonspolizei Bern, in Zusammenarbeit mit Cinébern.
040916

SCHWEIZER TAG DES KINOS

Kurzfilmrolle Beschrieb anzeigen
Eine Gelegenheit, die Sie auf jeden Fall nutzen sollten. Nehmen Sie Ihre Familie an die Hand, trommeln Sie Ihre Freunde zusammen oder verabreden Sie sich einfach zu einem romantischen Date zu diesem erlebnisreichen Tag mit vielen weiteren cineastischen Überraschungen in der ganzen Schweiz (Programm siehe www.tagdeskinos.ch).
Auch im Lichtspiel widmen wir unser Sonntagsprogramm dem Kino in verschiedenen Kulturen und Zeiten und versuchen das Medium Film in einer kurzen Reise durch die Zeit zu ehren.
080916

BABY FACE NELSON

Don Siegel; Don Siegel, USA 1957, D synchr., 85' Beschrieb anzeigen
Lester Gill alias Baby Face Nelson wurde als Dreizehnjähriger erstmals wegen eines Raubes verhaftet und zählte bald zu den skrupellosesten und berüchtigtsten Ganoven im Chicago der Zwanzigerjahre. In John Dillingers Bande war er mitverantwortlich für zahlreiche Raubmorde, Schiessereien und Banküberfälle.

Don Siegels Portrait des vom FBI gesuchten Nelson, der hier von Mickey Rooney verkörpert wird, gehört zu den heftigsten Filmen Siegels und ist gleichzeitig eine Studie des kaltblütigen und skrupellosen Gangsters Baby Face Nelson.
110916

ER KAM, SAH UND QUAKTE

*Beginn 16h ; Peter Krause - für Kids Beschrieb anzeigen
Donald Duck kam 1934 zur Welt und sah zuerst wie eine Gans aus. Peter Krause ist die deutsche Synchronstimme Donalds. Wie macht man diese Stimme nach und wie kommt man überhaupt dazu, so einen Quatsch zu machen und damit auch noch Geld zu verdienen? Peter Krause nimmt sein junges Publikum an die Hand und führt es direkt in die Zeichentrickwelt. Er zeigt anhand des Entenhausener Stadtplans, wo der cholerische Erpel schon überall gewohnt hat und bringt den Kindern auch die Grundbegriffe des Quakens bei.

* Beginn 16h
110916

DER DONALD DUCK IN PETER KRAUSE

*Beginn 20h; Eine Ententaining-Show Beschrieb anzeigen
Peter Krause ist die deutsche Synchronstimme von Donald Duck.

Wer steckt eigentlich hinter dem Gequake von Donald Duck? Donald regt sich oft ziemlich auf - was sagt er dann, versteht man was er sagt? Wie macht man diese Stimme nach und wie kommt man überhaupt dazu, so einen Quatsch zu machen und damit auch noch Geld zu verdienen?

Eine Ententaining Show von Peter Krause in Wort und in Cartoons.

* Beginn 20h
120916

DAS KALTE HERZ

Karl Ulrich Schnabel; CH 1931-2016, Stumm/d, 83' Beschrieb anzeigen
Vorpremiere des bislang verschollenen Films mit Franz Schnyder in der Hauptrolle, in Anwesenheit des Produzenten Raff Fluri.

1931-33 drehte der junge Pianist Karl Ulrich Schnabel mit bescheidenen Mitteln, aber umso mehr Unterstützung von Freunden und Bekannten, in Berlin einen Märchenfilm. Erzählt wird “Das Kalte Herz” nach Wilhelm Hauff. Am Projekt beteiligt waren junge Musiker, Theaterschaffende und Schauspieler, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere standen und später zu nahmhaften Persönlichkeiten wurden. So ist in der Hauptrolle einer der erfolgreichsten Regisseure in der Geschichte des Schweizer Films zu sehen: Franz Schnyder. Es ist der einzige Film, in dem er als Schauspieler mitwirkte.
Aufgrund der politischen Ereignisse 1933 in Berlin konnte der Film nicht mehr fertig gestellt werden und blieb versteckt, bis im Jahr 2009 ein Berner Cinéast auf das Projekt aufmerksam wurde. 2016 – rund 83 Jahre später – wurde das Werk endlich vollendet, restauriert und mit einer faszinierenden Musiktonspur versehen.

Lesen Sie hier mehr zur Entstehungsgeschichte des Films:
Das kalte Herz
140916

LA MUERTE DE UN BURÓCRATA

Tomás Gutiérrez Alea; Kuba 1966, Sp/d, 85' Beschrieb anzeigen
Paco, ein strebsamer Arbeiter, der eine Maschine erfunden hat, die Büsten des kubanischen Nationaldichters José Martí herstellt, stirbt bei einem Arbeitsunfall und wird mit allen Ehren eines revolutionären Helden begraben. Als seine Witwe die Pension beantragt, muß sie den Arbeitsausweis ihres Mannes vorlegen. Aber dieser wurde Paco ins Grab mitgegeben. Alles, was die Witwe und ihr Neffe Juan zur Wiederbeschaffung des Arbeitsausweises anstellen, gerät aufgrund der bürokratischen Verwaltung zur Groteske. Eine irre Komödie über die schwierige Logik der Bürokratien.

Einführung: Arturo Ruiz, Fachreferent Romanistik, Universität Bern

*Am 6. und 11.9. 2016 im Kino Rex.
150916

ZERO THEOREM

Terry Gilliam; GB/Rum/F/USA 2014, E/d, 107' Beschrieb anzeigen
Trailer

Dreissig Jahre nach "Brazil" liefert der geniale Visionär Terry Gilliam sozusagen eine aktualisierte Fortsetzung seiner legendären Dystopie. In "The Zero Theorem" forscht ein exzentrisches Computergenie nach dem Sinn des Lebens.
"Der Film lotet die Möglichkeiten des Glücks in einer Welt aus, in der die Menschen für ihren Betrieb leben und Freizeit nur Fussnote eines sinnlosen Arbeitslebens geworden ist." (Der Spiegel)
Einführung: Liliane Schaffner, Psychoanalyse am Werk
180916

ALLES BLUMEN!

Das Geranium und seine Artgenossen im Film Beschrieb anzeigen
Das Geranium und seine Artgenossen treten als stierkämpfende, singende, morgenturnende und friedensstiftende Filmstars, manchmal auch als Statisten auf in einer bunten Filmrolle aus dem Archiv des Lichtspiels.

Eine Rahmenveranstaltung zur Ausstellung
Geranium City in Zusammenarbeit mit dem alpinen museum
190916

JOHN DORED'S ISLAND

Dzintra Geka; Lettland 2007, 45', OV/e Beschrieb anzeigen
In Anwesenheit der lettischen Regisseurin Dzintra Geka wird ihr Dokumentarfilm über den aus Cēsis stammenden Kameramann John Dored (Jānis Doreds, 1881-1954) und seine norwegische Ehefrau, die Autorin Elisabeth Dored präsentiert.

Jānis Doreds war einer der ersten Filmreporter. In einer abenteuerlichen Karriere filmte er unter anderem heimlich das Begräbnis Lenins, hielt 1928 die Polarexpedition von Umberto Nobile auf Kamera fest und war als Kameramann im Spanischen Bürgerkrieg.

Zusätzlich wird der Dokumentarkurzfilm „Signe un…“ (2003) von Dzintra Geka gezeigt.

“This is a film about creativity, sex and immortality, about accidentally fateful people who were encountered by the Latvian animation film director Signe Baumane in Latvia and the United States. The images on the film as sign, and someone who is waiting.”
220916

DAS KALTE HERZ

Karl Ulrich Schnabel; CH 1931-2016, Stumm/d, 83' Beschrieb anzeigen
Vorführung des bislang verschollenen Films mit Franz Schnyder in der Hauptrolle, in Anwesenheit des Produzenten Raff Fluri und der Tochter des Regisseurs, Ann Mottier-Schnabel.

1931-33 drehte der junge Pianist Karl Ulrich Schnabel mit bescheidenen Mitteln, aber umso mehr Unterstützung von Freunden und Bekannten, in Berlin einen Märchenfilm. Erzählt wird “Das Kalte Herz” nach Wilhelm Hauff. Am Projekt beteiligt waren junge Musiker, Theaterschaffende und Schauspieler, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere standen und später zu nahmhaften Persönlichkeiten wurden. So ist in der Hauptrolle einer der erfolgreichsten Regisseure in der Geschichte des Schweizer Films zu sehen: Franz Schnyder. Es ist der einzige Film, in dem er als Schauspieler mitwirkte.
Aufgrund der politischen Ereignisse 1933 in Berlin konnte der Film nicht mehr fertig gestellt werden und blieb versteckt, bis im Jahr 2009 ein Berner Cinéast auf das Projekt aufmerksam wurde. 2016 – rund 83 Jahre später – wurde das Werk endlich vollendet, restauriert und mit einer faszinierenden Musiktonspur versehen.

Lesen Sie hier mehr zur Entstehungsgeschichte des Films:
Das kalte Herz
260916

A TRAVERS LE PRISME DE LA MODE

Kurzfilmprogramm; Dauer: ca. 75' Beschrieb anzeigen
Ob Marion, Wiener Chic oder Buttericks Revue, die Mode-Journale wussten es längst, der Putz ist ein schönes Ding - aber auch ein schwieriges. So entnehmen wir dem Konversations-Lexikon, es würde unter vielen Beziehungen wenigstens sonderbar herauskommen, sich den Forderungen der wechselnden Mode hartnäckig zu widersetzen, und könnte leicht zu falscher Beurteilung von Seiten Anderer Veranlassung geben; dagegen sei es unbedingt zu tadeln, wenn sich jemand ganz von der Mode beherrschen lasse und ihr bis zur stutzerhaften Narrheit huldige.

Uns soll es recht sein. Einen kurzweiligen Abend lang geben wir uns der Eitelkeit und den schönen Stoffen hin, den Kleidchen für Kinder, den Roben für die Dame von Welt und dem Sportlichen für den Herrn. Wir bereiten uns mit entsprechenden Complets auf ein längst vergangenes Frühjahr vor, wir kleiden uns fürs Dinner ein, wir besuchen ein Modezentrum in Genf und flanieren durch andere Textil-Industrien, wir begehen kurzerhand eine Schweizer Woche der Mode, wir steigen in Badekostüme und gewinnen der Militärmode ein bisschen was ab - und mit den Mannequins im Pelz schwimmen wir zwischen Traum und Wirklichkeit. Denn seien wir ehrlich, richtig lustig wird der Catwalk doch erst, wenn da auch noch eine Kamera steht, vor der wir rumstolzieren dürfen.

ca. 75 Minuten, Stummfilme mit musikalischer Live-Begleitung
280916

THE WILD BUNCH

Sam Peckinpah; USA 1969, E/d, 145' Beschrieb anzeigen
In diesem meisterhaften, seinerzeit mit viel Kritik aufgenommenen Western erzählt Peckinpah die Geschichte eines verwilderten Haufens ehemaliger Soldaten während der mexikanischen Revolution, die auf eine harte Probe gestellt werden, als ihr Anführer gefangengenommen und gefoltert wird.

Der Film zählt zu den packendsten Klageliedern der Wildwest-Filmgeschichte.

Einführung: Elke Kania, Filmwissenschaftlerin, Köln
*am 20. und 25.9. im Kino Rex
061016

JUMBO WILD

Nick Waggoner; Kan 2015, E, 52' Beschrieb anzeigen
Unterlegt von pathetischer Musik lässt Regisseur Nick Waggoner seine Protagonisten zum Schluss seines Dokumentarfilms «Jumbo Wild» jene Fragen stellen, die
insbesondere viele EurpäerInnen beschäftigen: Wollen wir noch den letzten Flecken der Erde besitzen, mit Strassen durchziehen und mit Skiresorts zubauen?

Während den 60 Minuten seines Films zeigt Nick Waggoner mit eindrücklichen Bildern, wie der Architekt Oberto Oberti und Investoren seit rund 25 Jahren das Skigebiet «Jumbo Glacier Resort» durchzwängen wollen. Es wäre das Ende des wilden Jumbo Valleys in der ebirgskette der Purcell Mountains im Südosten der kanadischen Provinz British Columbia. Ein Tal, das den Ktunaxa-Indianern als heilig gilt und das ein wichtiger Korridor für Grizzlybären ist. Der Film zeigt den Widerstand der lokalen Bevölkerung, der seit 400 Generationen ansässigen Ureinwohner, von Jägern, Forschern und Wanderern. Der Regisseur bringt immer auch wieder persönliche Elemente ein, zeigt phantastische Aufnahmen von Skitouren oder wie Forscher das Leben der gefährdeten Grizzlies im Jumbo Valley untersuchen. Der Film ist ein Plädoyer, es den Europäern nicht gleichzutun und Kanadas Berge nicht wie die Alpen bis in den letzten Winkel zu zähmen und zu verbauen.

In Zusammenarbeit mit Mountain Wilderness, mit anschliessender Diskussion.
111016

VISIONS ENCHANTÉES DE LA SUISSE

Kurzfilmprogramm; Dauer: ca. 90' Beschrieb anzeigen
Ab den 1920er Jahren widmeten sich Filmemacher in immer stärkerem Mass der Schweiz als Ort des Wintersports. Das Land wurde dabei auf unterhaltsame und informative Weise als alpines Paradies vorgestellt, das durch seine Naturschönheiten begeistert und mit seinen einzigartigen Angeboten für allerlei Geturne im Schnee lockt: heitere Spiele auf Skiern, flotte Slalomfahrten, Wischereien auf dem Curlingfeld, halsbrecherische Flüge von der Skisprungschanze, tänzerische Schlittschuheinlagen oder hundskommune Schneeballschlachten. Besonders angeregt wurde dabei auch immer wieder jegliche Form von Wettbewerb, gerade auf Skiern sollte sich in der Berglandschaft messen, wer den Mut dazu hätte. Doch auch jenseits der sportlichen Feste wurde eifrig für eine Landschaft geworben, die als eine Mischung aus weitgehend unberührter und technisch gezähmter Natur dargestellt wurde - die kolossalen Bergmassive mussten ja erst für alle zugänglich gemacht, die Wiesen für Abfahrten erschlossen und ein Gefühl für alpine Spielereien musste geweckt werden.

Mit Kurzfilmbeiträgen aus den 20er bis in die 40er Jahre zeichnen wir eine Entwicklung nach, die Jahre später in einer Bergwelt ihren Ausdruck fand, die offenbar für alle und jeden da ist - ohne dass ihre Gefahren je ganz gebannt wurden.

ca. 90 Minuten, Stummfilme mit musikalischer Live-Begleitung von Wieslaw Pipczynski
261016

SCHARF BEOBACHTETE ZÜGE (OSTRE SLEDOVANÉ VLAKY)

Jiri Menzel; CS, Tschech./df, 93' Beschrieb anzeigen
"Die nationalsozialistische Besatzungsmacht durchkreuzt den idyllisch abgelegenen Bahnhof in Form „scharf beobachteter Züge", die Munition transportieren. Umgeben von einem taubenliebenden Bahnvorsteher, einem erotomanen Signalgeber und einem müßiggängerischen Wächter versucht der neue Bahnlehrling Miloš verzweifelt, seine Jungfräulichkeit zu verlieren. Erst die Widerstandskämpferin Viktoria Freie macht Miloš zum Mann. Miloš' mit allgegenwärtiger Sinnlichkeit und offener Lüsternheit gespickte „éducation sentimentale" explodiert dabei regelrecht in einem Akt heldenhafter Kriegssabotage.
Knapp 30jährig erhält Jiří Menzel für sein Debüt 1967 den Oscar. Newsweek verneigt sich vor Menzels „Geschmack, Phantasie, Einfachheit und Zartheit", die „die meisten amerikanischen Regisseure zutiefst beschämen sollte", während der bundesdeutsche Filmdienst 1968 entsetzt ist ob des „derben, mit schwüler Erotik vollgestopften Volksschwanks". Ewald Schorm und Vera Chytilová, Protagonisten der tschechischen Neuen Welle, hatten die Verfilmung der Novelle von Bohumil Hrabal abgelehnt, in Menzel fand Hrabal dann einen Seelenverwandten: einen kongenialen Mitstreiter um Humanität und systemkritische individuelle Freiheit." (ir, Deutsches Historisches Museum)

Einführung: Andreas Berger, Filmregisseur

*am 18. und 23.10. im Kino Rex
271016

SILBERWALD

Christine Repond; CH 2011, D, 85 Beschrieb anzeigen
Trailer

In einem friedlichen Dorf im Emmental leben der fünfzehnjährige Sascha und seine gleichaltrigen Freunde Patrick und Moni. Während seine Freunde eine Lehre absolvieren, bleibt Sascha oft allein, auf sich bezogen, in einer Welt, die ihn offenbar nicht will. Verunsichert und frustriert schliesst er sich einer Gruppe rechtsextremistischer Jugendlicher an, und aus einem zu Beginn harmlosen Spiel wird bald tödlicher Ernst.
Einführung: Maria Luisa Politta Loderer, Psychoanalytisches Seminar, Bern


141116

L'INCONNU DE SHANDIG0R

Jean-Louis Roy; CH 1967, F/d, 67' Beschrieb anzeigen
Herbert von Krantz ist der Name eines gewieften Wissenschaftlers, der in seinem Labor einen so genannten Annulator entwickelt hat, ein Gerät, das es ihm erlaubt, Atomwaffen zu entschärfen. Und was der Name des Tüftlers verspricht, das hält der Film, der als eine äusserst eigenwillige Parodie auf Spionnagefilme betrachtet werden kann. Denn selbstverständlich weckt die Erfindung die Begehrlichkeiten so mancher Macht, der USA und Russlands sowieso, aber auch anderer Potentaten. Und schnell ist dann halt mal eine Entführung mit einer Erpressung verbunden…
Jean-Louis Roy, seinerseits wie Claude Goretta Teil der innovativen Filmer-
clique Groupe 5, schuf mit "L’inconnu de Shandigor" eine vergnügliche, zuweilen überbordende Antwort auf Filme seiner Zeit, in denen sich Spione, Erfinder und machthungrige Gesellen die Klinke geben.
Mit ihrer unkonventionellen Ver-
marktungsidee und dem Mut zu einem neuen Kino setzten die Filmer um Goretta, Roy und Alain Tanner neue Massstäbe und traten für kurze Zeit zumindest durchaus eine nouvelle vague des Westschweizer Kinos los. Daran ändert auch und gerade nichts, dass die Schwarzweiss-Ästhetik und die fast barocke Staffage so manche Erinnerung an bekanntes Kino wachrufen.
161116

ERLEBTE SCHWEIZ: WOHNEN IN DER SCHWEIZ

TRAUTES HEIM UND MIETERSTREIK Beschrieb anzeigen
Wer wohnt wo und wie in der Stadt? Die Frage liefert reichlich Diskussionsstoff – heute genauso wie vor Jahrzehnten schon. «Wohnen in der Stadt» erkundet mit audiovisuellen Dokumenten die Geschichte des städtischen Wohnens in der Schweiz.

In einem moderierten Gespräch kommentieren Wohngenossenschafterinnen, Städteplaner und Historikerinnen die einmaligen Zeitdokumente aus Schweizer Archiven. Die bewegten Bilder werfen Schlaglichter auf die Geschichte des urbanen Wohnens in der Schweiz – von der Entwicklung des genossenschaftlichen Wohnbaus über wohnpolitische Konflikte bis zu städtebaulichen Visionen der vergangenen hundert Jahre.

Mit: Daniel Blumer, Kompetenzzentrum gemeinnütziger Wohnungsbau Bern-Solothurn, und Dr. Sabin Bieri, Centre for Development and Environment, Universität Bern

Präsentiert von: Wohnbaugenossenschaften Bern-Solothurn
Details zum Programm Erlebte Schweiz
241116

CONFIDENCES TROP INTIMES

Patrice Lecomte; Frankreich 2004, F/d, 104' Beschrieb anzeigen
Trailer

Weil sie sich in der Tür geirrt hat, vertraut Anna dem Steuerberater William Faber ihre Eheprobleme an. Ihre Not berührt und verwirrt ihn, und er wagt es nicht, ihr zu sagen, dass er kein Psychotherapeut ist. Im Laufe der weiteren Besuche stellt sich ein merkwürdiges Ritual ein. Die junge Frau wühlt William auf und fasziniert ihn: Wer ist diese Anna? Ist sie lediglich das Opfer eines Spiels?

Einführung: Daniela Tschacher, Sigmund-Freud-Zentrum Bern


081216

LE CHAT DU RABBIN

Joan Sfar; Frankreich 2011, F/d, 100' Beschrieb anzeigen
*Einladung zur besonderen Jubiläumsfeier von 10 Jahre CinemAnalyse

Trailer

Algerien in den 1920erJahren. Eine Katze, die sprechen kann, möchte ihre Bar-Mizwa feiern. Sie wird es nicht müde, den Rabbiner und die Grundsätze des Glaubens zu hinterfragen. Da taucht zudem ein russischer Künstler in einer Kiste mit religiösen Schriften auf. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem sagenhaften Jerusalem mitten in Schwarzafrika.

Einführung: Alexander Wildbolz, Sigmund-Freud-Zentrum Bern




191216

LE FOU

Claude Goretta; CH 1970, F/d, 87' Beschrieb anzeigen
Als Dokumentalist oder Psychograph der kleinen Leute wurde Claude Goretta anlässlich einer Retrospektive im Stadtkino Basel gefeiert. Und ja, Claude Goretta interessierte sich für das Kleine und tendierte zum Grossen. Lange Jahre arbeitete er als Regisseur fürs Fernsehen und produzierte eine Reihe äusserst ein-
fühlsamer und ruhiger Dokumentationen. Der Blick hinter die Kulissen einer Gesellschaft, die zunehmend die Einzelschicksale aus dem Blick verliert, interessierte ihn, die Aufmerksamkeit für das einzelne Leben war ihm wichtig. Obwohl Cinéphiler im besten Sinne seit den 50er Jahren, wo er am British Film Institute in London arbeitete, entwarf er erst ab den 70er Jahren auch für die Kinoleinwand. Sein erster abendfüllender Spielfilm "Le fou" (1970) war denn eine Fortschreibung seiner Themen im Kinoformat: Der gewissenhafte Lagerist Georges Plond erkrankt und sieht seiner frühen Pensionierung entgegen, vermehrt will er sich um seine ebenfalls kranke Frau kümmern. Doch der so genannte Ruhestand erlaubt ihm vor allem auch einen veränderten Blick auf die Gesellschaft. Gewissermassen aus der Untätigkeit und Enttäuschung heraus wird er zum Einbrecher, der Ausstieg aus dem eingeübten Arbeitsalltag wird zu einem unaufhaltsamen Abstieg, der ihn zerstören wird. (Ciné-Portraits, Swiss Films). Dass es "Le fou" nicht in die Kinos schaffte, mag erstaunen, wurde der Film doch von Swiss Films zum besten Film für das Jahr 1970 gewählt. Umgekehrt spiegelt sich darin auch eine gewisse Ironie, die eine Geschichte erzählt. Mit ihrer Produktionsgemeinschaft Le Groupe 5 versuchten Anfang der 70er Jahre fünf Filmschaffende um Claude Goretta, Jean-Louis Roy und Alain Tanner den Spagat zwischen Fernsehen und Kino - mit Verträgen sollte gesichert werden, dass die in Eigenproduktion realisierten Filme nach der Kinoauswertung im Fernsehen einen Abnehmer fänden. Dies gelang nur bedingt, doch schafften es die fünf jungen Romands zumindest, die Schweizer Filmlandschaft gehörig auf den Kopf zu stellen und zu eigenen Bildsprachen zu finden.