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BAR JEWEILS AB 19h, FILME AB 2Oh
050910
LICHTSPIEL-SONNTAG NR.524
Kurzfilm-Archivprogramm Beschrieb anzeigen
Überraschungsprogramm mit Kurzfilmen aus unserem Archiv.
070910
DER BERGFÜHRER
Eduard Bienz; CH 1917, 67’, stumm Beschrieb anzeigen
Der Bergführer Andreas liebt Marie, die Tochter eines Hoteliers, auf die auch der Städter Alfred ein Auge geworfen hat. Andreas will seinen Rivalen loswerden. Alfred weiss nichts davon und engagiert Andreas als Bergführer auf das Jungfraujoch. Das dramatische Setting wird vervollständigt durch einen Wetterumsturz, der Andreas umkehren und den mit den Naturbegebenheiten wenig vertrauten Alfred in den sicheren Tod weitergehen lässt. Natürlich gelten angesichts dieser Situation Andreas’ Unschuldsbeteuerungen nichts.
Die Geschichte liesse sich etlichen Mustern an die Seite stellen: der allmählichen Eroberung der Bergwelt durch allzu naive Städter etwa oder unzähligen Histörchen von Liebesverwicklungen. Das Vertrauen in die Gültigkeit des, zugegeben dürftigen Plots rührt aber wohl auch von der Begeisterung für den bildlichen Eigenwert der Natur her. Nicht nur in diesem sehr frühen Bergspielfilm erzeugen panoramische Alpenaufnahmen einen dominanten filmischen Rausch und zeugen von einer Intensivierung des dokumentarischen Blicks.
Livebegleitung: Wieslaw Pipczynski
Die Geschichte liesse sich etlichen Mustern an die Seite stellen: der allmählichen Eroberung der Bergwelt durch allzu naive Städter etwa oder unzähligen Histörchen von Liebesverwicklungen. Das Vertrauen in die Gültigkeit des, zugegeben dürftigen Plots rührt aber wohl auch von der Begeisterung für den bildlichen Eigenwert der Natur her. Nicht nur in diesem sehr frühen Bergspielfilm erzeugen panoramische Alpenaufnahmen einen dominanten filmischen Rausch und zeugen von einer Intensivierung des dokumentarischen Blicks.
Livebegleitung: Wieslaw Pipczynski
100910
DAS KABINETT DES DR. LARIFARI
Robert Wohlmuth; D 1930, D, 78‘ Beschrieb anzeigen
In dieser turbulenten Komödie feiert das Berliner Kabarett der Weimarer Republik seine Auferstehung. Drei der damaligen Stars – Paul Morgan, Max Hansen und Carl Jöken – spielen sich selbst als drei Freunde, die mit durch die Gründung einer Filmgesellschaft beschliessen, ihre chronisch leeren Taschen zu füllen: Es kommt zum Sammelsurium der kuriosesten Filmstoff-Vorschläge, wobei die Komiker in Doppelrollen brillieren. Der Film parodiert ziemlich alles, was an Stilen, Stereotypen und Stars im deutschen Film zuvor Kasse gemacht hatte. (dhm)
150910
SOUS LES TOITS DE PARIS
René Clair; F 1930, F/d, 96 Beschrieb anzeigen
Der erste Tonfilm von Clair, der gleichzeitig den Auftakt der Trilogie mit „Le million“ und „Quatorze Juillet“ markierte, schildert mit melancholischer Ironie und Poesie eine Geschichte aus dem Milieu der Gassen und Hinterhöfe, der Stassensänger, der kleinen Gauner und der skurrilen Bürger. Der Film vereint Gefühl, Humor und Intelligenz und zeigt, dass die Wirklichkeit nur ein Teil des Lebens ist (Reclams).
Einführung: Kristina Köhler, Filmwissenschaftlerin
Einführung: Kristina Köhler, Filmwissenschaftlerin
180910
FANTOCHE - BEST OF FOR KIDS (Filme um 14h!)
Kurzfilmprogramm für Kinder; ca. 70' Beschrieb anzeigen
Das internationale Trickfilmfestival Fantoche gehört zu den weltweit herausragenden Festivals für Animationsfilm, das sich der Animation in all ihren technischen, inhaltlichen und medialen Facetten widmet. Für die Kleinen und Kleinsten unter den Trickfilmfans zeigt das Lichtspiel wiederum eine Auswahl von lustigen, spannenden und fantasievollen Filmen aus dem diesjährigen Kinderprogramm von Fantoche. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit dem Kinderfilmclub Zauberlaterne und verspricht beste Unterhaltung für Gross und Klein (ab 5 Jahren).
220910
ELEGANTE VERWANDTE
Paul Dorn; CH 2010, 41' Beschrieb anzeigen
Das groteske Ehepaar Zweck reist von Zürich-Bellevue durch einen Film von 10 Geschichten tief ins Piemont hinein. Geschichten, die von allen TeilnehmerInnen an diesem surrealistischen Super-8-Film fast ausschliesslich im Moment erfunden wurden – es gab kein Drehbuch. Ein harter Western, absurde Liebesgeschichten, Science-Fiction, lebende Briefkästen... Ein Rail-Movie bizarr, schräg, wild...
Präsentiert von Paul Dorn.
Präsentiert von Paul Dorn.
290910
QUE VIVA MÉXICO
Sergej M. Eisenstein; UdSSR 1932, OV/d, 65' Beschrieb anzeigen
Das Mexiko des Jahres 1931 hat sich nach langen und blutigen Revolutionswirren stabilisiert und der Diktator Porfirio Díaz, dessen Wahlbetrug im November 1910 die Mexikanische Revolution überhaupt erst auslöste, ist längst Geschichte. Sergei M. Eisenstein gewährt einen Einblick in die Kultur und Geschichte des mexikanischen Volkes, die sich vor allem auf Rituale, Bräuche und Traditionen konzentriert, also am ehesten einem kulturanthropologischen oder ethnologischen Ansatz folgt. Einführung: Renate Kummer, Filmwissenschaftlerin
081010
LICHTSPIEL AM SHNIT
Kurze Filme im Kino Kunstmuseum ; 19 & 22h Beschrieb anzeigen
111010
DER ACHTI SCHWYZER
Oskar Wälterlin; CH 1940, 109’, Dialekt Beschrieb anzeigen
Verbittert über eine ausgeschlagene Heiratsliaison verunglimpft die Lehrerin Irma Hotz-Meier den Bäcker Gusti Huber, Sohn einer Österreicherin und eines Schweizers. Ihre Verleumdungen veranlassen ihn schliesslich, das xenophobe Klima im Dorf zu fliehen. Nicht nur Huber hat aber unter der latenten Fremdenfeindlichkeit im Ort zu leiden, sondern auch zwei andere Beziehungen zu so genannten ‘Nichtschweizern’...
Der Titel des Films spielt auf einen Slogan des Bundesamtes für Statistik an, das an der Landesausstellung 1939 feststellte, dass „jeder achte Schweizer“ eine „Ausländerin“ heirate, und sich mit
der Frage die Blösse gab: „Wird sie ihm freudigere Kinder schenken, als die ledig bleibende, vielleicht allzu viele Sicherheiten heischende, achte Schweizerin?“ Der Film war mit dem Thema Skepsis gegenüber Fremden bzw. Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz also durchaus am nationalen Puls der Zeit. Andererseits provozierte er gerade durch die Naivität und Einfachheit der erzählten
Geschichte eine Abwehrreaktion der Zensurbehörde: Man wollte vor allem nicht eine auch zeitgenössisch vorhandene Germanophobie dokumentieren und sich so den Unmut der nördlichen Nachbarn auf sich ziehen.
Einführung: Dr. Felix Aeppli, Filmhistoriker
Der Titel des Films spielt auf einen Slogan des Bundesamtes für Statistik an, das an der Landesausstellung 1939 feststellte, dass „jeder achte Schweizer“ eine „Ausländerin“ heirate, und sich mit
der Frage die Blösse gab: „Wird sie ihm freudigere Kinder schenken, als die ledig bleibende, vielleicht allzu viele Sicherheiten heischende, achte Schweizerin?“ Der Film war mit dem Thema Skepsis gegenüber Fremden bzw. Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz also durchaus am nationalen Puls der Zeit. Andererseits provozierte er gerade durch die Naivität und Einfachheit der erzählten
Geschichte eine Abwehrreaktion der Zensurbehörde: Man wollte vor allem nicht eine auch zeitgenössisch vorhandene Germanophobie dokumentieren und sich so den Unmut der nördlichen Nachbarn auf sich ziehen.
Einführung: Dr. Felix Aeppli, Filmhistoriker
131010
KUHLE WAMPE
Slatan Dudow; D 1932, D, 72' Beschrieb anzeigen
Berlin 1931. Vater Bönike und sein Sohn sind wie hunderttausend andere auch arbeitslos, Tochter Anni hat eine schlecht bezahlte Anstellung in der Fabrik. Als ihr Bruder sich das Leben nimmt und die Familie kurz darauf ihre Wohnung räumen muss, zieht sie in die Zeltkolonie „Kuhle Wampe“ vor den Toren Berlins. Das Drehbuch zu diesem einmalig offen kommunistischen Film der Weimarer Republik verfasste der aus ulgarien stammende Regisseur Slatan Dudow gemeinsam mit Bertold Brecht.
Einführung: Daniel Wiegand, Filmwissenschaftler
Einführung: Daniel Wiegand, Filmwissenschaftler
151010
REGARDS SUR LE VOIL
Kurzfilme über und unter den Schleier Beschrieb anzeigen
Vanessa Langer enthüllt in „The Veil Unveiled“ die Symbolik des Schleiers und zeigt die riesige Vielfalt an Modellen und ihre Bedeutung. Noura Kevorkian erlaubt in „Veils Uncovered“ einen einzigartigen Einblick in das Leben verschleierter Frauen in Damaskus. In einem Umfeld, in dem die Polygamie alltäglich ist, ist es für die Frauen unabdingbar, ihre Männer immer wieder aufs neue zu verführen und sexuell attraktiv zu bleiben. Eine grosse Rolle spielt dabei die Kleidung, die sie unter der Strassenkleidung tragen. In Anwesenheit der Regisseurin Vanessa Langer.
181010
FYRA FRUAR OCH EN MAN
Nahid Persson; S 2007, OV/e, 76' Beschrieb anzeigen
Heda ist 50, hat vier Ehefrauen und 20 Kinder. So wie er leben 14 Prozent der Männer in ländlichen Gegenden des Irans mit mehr als einer Frau zusammen. Sie zeigen damit, dass sie sich einen grossen Haushalt leisten können. Und suchen sich eine neue Frau, sobald sie sich zu langweilen beginnen.
Drei Jahre lang begleitete die aus dem Iran stammende schwedische Filmemacherin Nahid Persson im Iran Heda und seine vier Ehefrauen mit der Kamera. Entstanden ist das intime Porträt einer Grossfamilie.
Drei Jahre lang begleitete die aus dem Iran stammende schwedische Filmemacherin Nahid Persson im Iran Heda und seine vier Ehefrauen mit der Kamera. Entstanden ist das intime Porträt einer Grossfamilie.
201010
CITY WALLS - MY OWN PRIVATE TEHRAN
Afsar Sonia Shafie; CH 2007, OV/df, 92 Beschrieb anzeigen
Fünfundzwanzig Jahre nach der iranischen Revolution: Die in der Schweiz lebende Exil-Iranerin Afsar Sonia Shafie kehrt zurück in ihre Heimat und erzählt uns ihre Geschichte und diejenige ihrer Familie. Entstanden ist ein feinfühliges Porträt bemerkenswerter Mütter und Frauen, die sich von Generation zu Generation zunehmend aus den Fesseln der oppressiv-patriarchalischen Ordnung befreien konnten.
In Anwesenheit der Regisseurin Afsar Sonia Shafie.
In Anwesenheit der Regisseurin Afsar Sonia Shafie.
251010
YASMIN
Kenny Glenaan; GB/D 2004, OV/d/e, 87' Beschrieb anzeigen
Obwohl Yasmin, Tochter pakistanischer Einwanderer, nach modernem westlichem Lebensstil lebt, kann sie sich der Kultur ihres Herkunftslandes nicht gänzlich entziehen. Sie heiratet dem Vater zuliebe ihren Cousin Faysal, lebt jedoch in einer Scheinehe und hat einen britischen Freund. Der 11. September 2001 verändert ihr Leben - wie dasjenige aller britischen Muslime von einem Tag auf den andern. Yasmins Ehemann wird verhaftet, ihr Bruder schliesst sich einer islamistischen Gruppe an. Yasmin muss ihre eigene Identität suchen.
271010
UMARETEWA MITAKEREDO
Ozu Yasujiro; J 1932, stumm/df, 91' Beschrieb anzeigen
Ryoichi und Keiji sind die kleinen Söhne eines kleinen Angestellten. Sie ziehen in ein Aussenquartier von Tokio. Ihr Vater ist der Grösste, wie es Väter für ihre Kinder in diesem Alter eben sind. Vaters Chef lädt zu einer Filmvorführung ein, zu der auch die beiden Jungen hin dürfen. Doch die Szenen aus Vaters Firma zeigen, wie ihr Vater den Clown für seinen Chef macht. Ryoichi und Keiji sind zutiefst enttäuscht. Wunderschöner Stummfilm über die Kindheit in der Grosstadt im Japan der Dreissigerjahre. Musik: Domenic Landolf, Einführung: Andreas Berger
281010
THE GREAT DICTATOR
Charlie Chaplin; USA 1940, E/df, 120' Beschrieb anzeigen
In seiner grotesken Satire auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus übernahm Chaplin selbst die Doppelrolle eines jüdischen Coiffeurs und des Tyrannen Adenoid Hynkel. Der grossartige Film ist geprägt von geistreichen Wortspielen, optischen Tricks und witzigen Slapstickeinlagen, und doch bleibt dem Publikum bei dieser wahnwitzigen Verwechslungsgeschichte immer wieder das Lachen im Halse stecken.
301010
SOLANGE WIR LEBEN
Urs Kriech; CH 2009, D/f, 57' Beschrieb anzeigen
Die Schule für Gestaltung Bern-Biel präsentiert: Was für die meisten Menschen absolut selbstverständlich ist, davon können Dani, Edith, Isabeau, Ruth und Tobias nur träumen: Unbeschwert atmen. Sie leiden an Cystischer Fibrose/Mukovizidose, einer unheilbaren Erbkrankheit, die zur Folge hat dass die Lunge der Betroffenen allmählich zerstört wird. Der Filmemacher und CF-Betroffene Urs Kriech zeigt in seinem Film, wie seine fünf Kollegen und sich mutig und auf beeindruckende Art der Krankheit stellen und dabei ihre Lebenslust nicht verlieren.
251110
ALIEN
Ridley Scott; USA 1979, E/df, 124' Beschrieb anzeigen
Bei der Suche nach der Ursache eines Funksignals wird ein Besatzungsmitglied des Raumschiffes „Nostromo“ von einem fremdartigen Monster überfallen, das nach und nach die gesamte Mannschaft tötet und als unvermeidbares Unheil die Erde ansteuert. Nur eine junge Frau kann sich zur Wehr setzen. Der erste Alien-Film hat eine perfekt entwickelte Spannungsdramaturgie und bietet stilistisch brillant die Variante des Science-Fiction-Motivs der Bedrohung durch ausserirdisches Lebewesen, mit deutlichen sexualpsychologischen Akzenten. Tief einprägend bleiben die vom Maler H. R. Giger entworfenen düsteren Alptraumwelten. (Xenix)
071210
100 JAHRE LUFTFAHRT SCHWEIZ
Präsentiert von Roland Cosandey, Filmhistoriker; Details Beschrieb anzeigen
Der Filmhistoriker Roland Cosandey präsentiert eine einzigartige Auswahl von Dokumentarfilmen zur Luftfahrt aus den Jahren 1910 bis 1938. In einem ersten Programmteil werden Pionierstücke wie Armand Dufaux’ Überflug des Lac Lémans (1910) oder ein Alpenflug von Geo Chavez aus demselben Jahr gezeigt. Ein erstes Flugmeeting in La Chaux-de-Fonds (1912) gibt einen Eindruck davon, wie in diesen Jahren die hauptsächlich im Ausland fliegenden Schweizer Piloten auch im Inland allmählich Fuss fassten und welche Neugier und Faszination die Flugkunststücke beim Publikum hervorriefen.
Eine der kürzesten, aber auch bedeutendsten Schweizer Fliegerkarrieren ist mit dem Namen Oskar Bider (1891–1919) verbunden, dem der zweite Teil des Programms gewidmet ist. Bevor Bider 1919 bei einem Husarenstück in Flugakrobatik betrunken und tödlich verunglückte, hatte er 1913 nicht nur als erster die Pyrenäen überflogen, sondern auch als erster die Alpen in beiden Richtungen traversiert. Der letzte Teil des Abends widmet sich der Luftschifffahrt in der Zeit zwischen den Weltkriegen: Freiballone, Zeppeline, Kunstflieger (wie etwa Hans Richters La conquète du ciel von 1937) oder Fallschirmspringer – mit den technischen Entwicklungen in der Fliegerei entwickelte sich auch die Phantasie der Ingenieure, Tüftler und Zuschauer weiter und bildete die wunderlichsten Formen aus.
Musik: Wieslaw Pipczynski
Eine der kürzesten, aber auch bedeutendsten Schweizer Fliegerkarrieren ist mit dem Namen Oskar Bider (1891–1919) verbunden, dem der zweite Teil des Programms gewidmet ist. Bevor Bider 1919 bei einem Husarenstück in Flugakrobatik betrunken und tödlich verunglückte, hatte er 1913 nicht nur als erster die Pyrenäen überflogen, sondern auch als erster die Alpen in beiden Richtungen traversiert. Der letzte Teil des Abends widmet sich der Luftschifffahrt in der Zeit zwischen den Weltkriegen: Freiballone, Zeppeline, Kunstflieger (wie etwa Hans Richters La conquète du ciel von 1937) oder Fallschirmspringer – mit den technischen Entwicklungen in der Fliegerei entwickelte sich auch die Phantasie der Ingenieure, Tüftler und Zuschauer weiter und bildete die wunderlichsten Formen aus.
Musik: Wieslaw Pipczynski
161210
DER LETZTE MANN
Friedrich Wilhelm Murnau; D 1924, stumm, 84' Beschrieb anzeigen
Beinahe völlig ohne Zwischentitel, mit visuellen Mitteln erzählt F.W. Murnau die Geschichte eines obersten Hotelportiers, der unter dem Vorwurf der Altersschwäche seines Amtes enthoben wird und fortan die sanitären Anlagen des Hotels zu pflegen hat. Die geliebte Uniform, die ihm zuhause, in den ärmlichen Wohnkolonien der Hinterhöfe, bei Familie und Nachbarschaft Respekt und Autorität verliehen hat, wird ihm entrissen. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, entwendet er die Uniform heimlich. (Jump cut)
Musikalische Begleitung: Christian Henking
Musikalische Begleitung: Christian Henking
201210
IM WASSERFLUGZEUG NACH KAPSTADT
Walter Mittelholzer; CH 1927, 94', stumm/df Beschrieb anzeigen
Keine 10 Jahre war es her, dass sich Walter Mittelholzer (1894–1937) mit seinen Alpenflügen einen Ruf als abenteuerlicher Pilot und facettenreicher Fotograf gemacht hatte. Auch hatte er sich als Pionier im schweizerischen zivilen Luftfahrtswesen hervorgetan, u. a. als Mitbegründer der Swissair-Vorgängerin Ad Astra Aero. Doch schon am 7. Dezember 1926 startete Mittelholzer eine nächste Expedition, die ihn in 77 Tagen in einem Wasserflugzeug des Typs Dornier Merkur ins südafrikanische Kapstadt brachte, wo er am 21. Februar landete.
Vor Mittelholzer hatte bereits ein englischer Pilot namens Cobham die Strecke von London nach Kapstadt in 94 Tagen zurückgelegt.
Mittelholzer ging es nicht um die Unterbietung der erforderten Flugzeit, wenngleich ein gewisser Wettbewerb ihn durchaus bei seinem Unternehmen antrieb: Während sich Cobham über den ganzen afrikanischen Kontinent der Unterstützung zumindest der britischen Kolonien sicher sein konnte, nahm sich Mittelholzers Unternehmen in Zusammenarbeit mit den norddeutschen Dornier-Werken und BMW bedeutend bescheidener aus. Aus technischer Perspektive bewies Mittelholzer vor allem, dass ein entsprechender Überflug des afrikanischen Kontinents auch mit relativ geringen finanziellen und technischen Hilfsmitteln möglich war.
Mittelholzers ‘hydrologische Route’ – mit seinem Wasserflugzeug richtete er seine Planung entlang der bekannten Wasservorkommnisse aus – war aber ausserdem das Dokument eines Kameratüftlers und eines mittlerweile versierten Reisedokumentarfilmers. Es ist ein sprechendes Aperçu, das Mittelholzer in seiner ‘Switzerland’ getauften Maschine eigens eine Dunkelkammer eingerichtet hatte – Fliegen und Filmen gehörten für ihn zusammen.
Musikalische Begleitung: Wieslaw Pipczynski
Vor Mittelholzer hatte bereits ein englischer Pilot namens Cobham die Strecke von London nach Kapstadt in 94 Tagen zurückgelegt.
Mittelholzer ging es nicht um die Unterbietung der erforderten Flugzeit, wenngleich ein gewisser Wettbewerb ihn durchaus bei seinem Unternehmen antrieb: Während sich Cobham über den ganzen afrikanischen Kontinent der Unterstützung zumindest der britischen Kolonien sicher sein konnte, nahm sich Mittelholzers Unternehmen in Zusammenarbeit mit den norddeutschen Dornier-Werken und BMW bedeutend bescheidener aus. Aus technischer Perspektive bewies Mittelholzer vor allem, dass ein entsprechender Überflug des afrikanischen Kontinents auch mit relativ geringen finanziellen und technischen Hilfsmitteln möglich war.
Mittelholzers ‘hydrologische Route’ – mit seinem Wasserflugzeug richtete er seine Planung entlang der bekannten Wasservorkommnisse aus – war aber ausserdem das Dokument eines Kameratüftlers und eines mittlerweile versierten Reisedokumentarfilmers. Es ist ein sprechendes Aperçu, das Mittelholzer in seiner ‘Switzerland’ getauften Maschine eigens eine Dunkelkammer eingerichtet hatte – Fliegen und Filmen gehörten für ihn zusammen.
Musikalische Begleitung: Wieslaw Pipczynski






